2026 – Dachstein – 05 Freitag


Freitag, 4.9.2026

Nach einem wahrlich fürstlichem Frühstück starten wir kurz vor 08:00h. Das Frühstück auf dem Wiesberghaus war das bisher beste Frühstück der Tour. Neben Hafer- und Hirsefrischkornbrei gab es selbstgemachtes Brot und Aufstriche, sowie weitere Leckereien.

Bevor wir das Wiesberghaus verlassen werfen wir noch einen Blick auf die Panoramadusche an. Sabine, die leider nicht mitgekommen ist, wäre dort bestimmt duschen gegangen.

Am 1. Abzweig um 09:05h zeigt der Wegweiser 35 Minuten zum Wiesberghaus, das ist sehr sportlich und gilt vermutlich für Jogger. Zum niederen Ochsenkogl ist es von dort 1 Stunde. Auf überwiegend felsigem Gelände sind kurze Stücke seilversichert. Tatsächlich erreichen wir bereits das Gipfelkreuz des niederen Ochsenkogls bereits um 09:45h. Soviel zu den angegebenen Wegzeiten.

Mehr oder weniger weglos geht es weiter zum mittleren Ochsenkogl. Gut dass wir uns am GPX Track orientieren können. Die vereinzelten und in der Regel stark verwitterten Markierungen sind aus etwas Entfernung kaum sichtbar. Aber man kommt auch immer wieder mal direkt an einer solchen vorbei.

Das wetter ist schön sonnig, aber auch sehr windig und böig. Das Käppi als Sonnenschutz muss aus Sicherheitsgründen in den Rucksack.

Wir nehmen den Weg 601 Richtung Hoher Trog, den wir gegen 11:00h erreichen. Bis hierhin war es ein normaler Wanderweg bis T3. Zunächst gibt es eine Pause von 20 Minuten zur Stärkung. Laut Wegweiser sind es noch 5 Std. auf rotem Weg bis zur Adamek Hütte. Rot? Ich denke, man hätte neben den als T4 ausgewiesenen Weg auch einen schwarzen Punkt setzen können. Den Schildern am Dachstein trauen wir sowieso nicht mehr.

Danach lässt die erste Kletterei nicht lange auf sich warten. Folgt man mit dem Auge den jetzt gut sichtbaren weiteren Markierungen, so fragt man sich, wie das an einigen Stellen wohl funktionieren soll. Aber wie es immer so ist, aus der Entfernung kann man es nicht beurteilen. Immer wieder muss ein wenig geklettert werden, aber es löst sich auch immer wieder gut auf. Dennoch muss die Konzentration über mehrere Stunden hoch gehalten werden.

Gegen 15:20h kommen wir an einem großen Steinbrocken mit Wegweisern vorbei. Hier ist ein Weg zum hinteren Gosausee ausgeschrieben. Diesen Weg finden wir nur in der Kompass Karte. In der Karte des Alpenvereins oder der Freytag & Berndt Karte ist er nicht verzeichnet. Wie war das noch oben am Schladminger Gletscher? Aber egal, wir wollen ja schließlich zur Adamek Hütte.

Um 15:45h sind wir am letzten Wegweiser des Tages. 20 Minuten gilt es zu unterbieten. Am Ende wird es, trotz eines ”Wettrennens“ zwischen Heike und Thomas, eine Punktlandung. Die Gehzeiten verstehen wir nicht.

Mit Blick auf den großen Gosaugletscher genießen wir den wunderschönen Tag auf der Terrasse der Hütte. Morgen soll es leider schlechtes Wetter geben. Im Moment, in der Abendsonne sitzend ist das unvorstellbar.

Auf der Adamek Hütte gibt es schon ab 6:00h Frühstück und der Hüttenwirt rät uns früh abzusteigen, um in dem steilen Stück nicht in den Regen zu kommen.

Zum Abendessen gibt es einen fantastischen Gulasch. Und das als Bergsteigeressen!