2026 – Dachstein – 04 Donnerstag


Donnerstag, 3.9.2026

Wir starten zur üblichen Zeit gegen 08:00h. Zunächst geht es in den bereits vom Vortag bekannten 20 Minuten zurück zur Feisterscharte, um dort auf den Weg Nr. 616 einzuschwenken. Die heutige Etappe führt uns zum Wiesberghaus. Geplant ist, in ca. 6 Kilometern auf den Weg Nr. 656 abzubiegen und die Gjaid Alm nicht anzulaufen.

Zunächst führt der Weg auf und ab durch eine Landschaft begrünter Gletscherfelsen. Im weiteren Verlauf kommen Latschenkiefern dazu. Für das Auge hat der heutige Weg nicht allzuviel zu bieten, da durch die Latschenkiefern und Senken die Sicht eingeschränkt ist.

Um kurz vor 11:00h haben wir anscheinend den Abzweig zum Weg Nr. 656 verpasst. Schilder oder eine Wegkreuzung haben wir jedenfalls nicht wahrgenommen. Haben wir uns vielleicht in Trance gelaufen?

Jedenfalls erreichen wir eine ¾ Std. später die Gjaid Alm. Diese wird von einer Nepalesischen Familie bewirtschaftet. Da hat es das Schicksal doch gut gemeint, den der Kaiserschmarrn und der Apfelstrudel schmecken hervorragend. Zudem gibt es selbstgemachte Limonaden. Auch die restliche Speisekarte, mit teils nepalesischem Einschlag, liest sich sehr verlockend. Dieser kleine Umweg hat sich gelohnt!

1¼ Std. später beenden wir unsere ausgiebige Pause. Großartig umgewöhnen müssen wir uns nicht. Die Landschaft behält ihren Charakter und allenfalls werden die An- und Abstiege etwas auschweifiger. Zudem geht geht es von nun an tendenziell bergauf. Die Simony Hütte und der Hallstätter Gletscher sind zu sehen und ziehen vorbei. Auf dem letzten Kilometer müssen wir über eine ganze Reihe von Treppenstufen.

Nach Möglichkeit verzichten wir auf unseren Touren auf Halbpension, da wir gerne bei der Ankunft ein Stück Kuchen essen und es sonst zu viel wird.

Hier im Wiesberghaus gibt es entweder Halbpension oder bis 16:00h warmes Essen à la carte. Für die Halbpension steht heute Leberkäse mit Spinat und Kartoffeln auf dem Programm, welches so gar nicht nach unserem Geschmack ist. Brigitte hat dann aber eine Eingebung und schlägt vor, einfach das Abendessen auf 16:00h vorzuziehen und die angebotenen Knödelvariationen zu testen. Und so gibt es: Spinatknödel, Bratknödel, Speckknödel und Presskasknödel. Selbstgemacht und einer leckerer als der andere.

Auf der Hütte stellen wir fest, dass auch anderen Wanderer den Abzweig zum Weg Nr. 656 nicht gefunden haben. Die Hüttenwirtin bestätigt noch, dass man ihn nur dann findet, wenn man genau weiß, wo er rauskommt, da die Schilder fehlen. Hm, haben die Wirtsleute der Gjaid Alm die Schilder möglicherweise sabotiert? 😉

Das Hüttenteam ist, wie auch auf den anderen Hütten sehr freundlich und berät uns für den Weg zur Adamek Hütte und den Abstiegsweg zum hinteren Gosausee.