2026 – Dachstein – 02 Dienstag


Dienstag, 1.9.2026

Beim Aufwachen überrascht uns der Morgen mit schönstem Wetter. Und so nehmen wir nach dem Frühstück, in bester Laune, gegen 8:10h den Linzer Steig Richtung Sulzenhals. Laut Wegweiser sind es bis dorthin 3 Stunden.

Recht bald „stolpern“ wir über eine auf dem Weg liegende junge, tote Gams der ein Vorderbein samt Schulter fehlt und die wahrlich keinen schönen Anblick bietet. Anscheinend hat sich bereits ein Räuber an ihr gütlich getan.

Der Weg entlang des Berghangs lässt sich gut laufen und beinhaltet grasige, sowie feine und grobe schottrige Abschnitte.

Den Sulzenschneid erreichen wir gegen 11:20h. Das in greifbarer Nähe gelegene Gipfelkreuz lassen wir uns nicht entgehen.

Anschließend geht es steil durch Latschenkiefern bergab. Nach 6 Kilometern und 2 ½ Stunden stehen wir am Abzweig zum Pernerweg (kurz vor dem Sulzenhals).

Um 12:25h zeigt uns ein Wegweiser 3 Std. bis zur Dachstein Südwandhütte an. Doch bereits 10 Minuten später sind auf dem nächsten Schild 2¼ Std. zu lesen. Was stimmt den nun? Wie sportlich wird es werden?

Gegen 13:00h erreichen wir das Tor mit der Peter Auer Gedenktafel. Auf einem Boulderfels steht ein kleines Kreuz und natürlich muss der Boulderfels erklommen werden.

Anschließend nehmen wir den Abstieg in Angriff, Dieser ist das anstrengendste Stück des ganzen Tages. Die Steine sind rutschig und die Beine schon etwas müde.

Die links des Weges auftauchenden Gämsen oder Steinböcke, so genau ist das auf die Entfernung nicht zu erkennen, haben damit offensichtlich keine Probleme.

Gut, dass der Abstieg relativ kurz ist und wir gegen 15:00h, nach einem ebenso kurzem Gegenanstieg, die Dachstein Südwandhütte erreichen.

Mit dem Hüttenwirt besprechen wir die Etappe des kommenden Tages. Der Weg hoch zur Hunerscharte ist schwarz markiert und auf der OpenStreetMap Karte mit T2-T5 klassifiziert. Danach schließt sich ein A/B Klettersteig an. Der Hüttenwirt meint, dass der Weg kein Problem sei, insofern man schwindelfrei sei und Klettersteigausrüstung dabei hätte. Zudem würde er regelmäßig von Klettersteiggehern begangen, die die letzte Gondel von der Hunerscharte verpasst haben.

Damit ist das geklärt, die Gondel gestrichen und wir freuen uns auf den morgigen Aufstieg.

Auf der Hütte gibt es zur Stärkung Apfel- und Heidelbeerstrudel gefolgt von Buttermilch mit Johannisbeeren für den ersten Hunger vor dem Abendessen.