Karwendel – Sonntag

 


Sonntag, 30.8.2009

Wie angekündigt empfängt uns der Morgen mit strahlendem Sonnenschein. Da macht das Aufstehen Spaß und so machen wir uns bereits um 8:30h auf den Weg zum Karwendelhaus. Obwohl der Aufstieg zum Wörnersattel weder anstrengend noch schwierig ist dauert er länger als erwartet. Wahrscheinlich sind die Beine noch nicht richtig eingelaufen. Auch die weitere Passage zum Kampenleitjoch stellt keine besonderen Ansprüche. Dies soll sich aber schnell bei dem sich anschließenden rutschigen Abstieg ändern. Jeder rutscht mindesten einmal weg. Mathias trifft es am härtesten, denn er vertritt sich den Knöchel und muss die folgenden Tage neu überdenken.

Nachdem sich der Gjaidsteig bereits längere Zeit in der Ferne abzeichnete, stehen wir relativ unvermittelt am Anfang der Seilversicherungen. Der Gjaidsteig sieht aus dieser Perspektive relativ anregend aus und wir beschließen unsere Klettersteigsets anzulegen. Im Nachhinein würde ich sagen, dass dies nicht unbedingt erforderlich war. Für die nasse Stelle gegen Ende der versicherten Strecke reichte es meiner Meinung nach aus bei Bedarf das Seil zu fassen. Es gibt aber durchaus auch andere Stimmen.

In der Annahme das Schlimmste läge hinter uns freuen wir uns auf den weiteren Weg zum Karwendelhaus. Doch weit gefehlt! Die anfänglich gut zu laufenden Latschengassen am Bäralpl zeigen erst nach und nach ihren waren Charakter. Ständig geht es auf und ab und hochstehende Wurzeln müssen mit großen Schritten überstiegen oder regelrecht überklettert werden.

Müde erreichen wir gegen 16:15h das Karwendelhaus. Ob die Pausen von insgesamt 1,5 Std. zu kurz oder zu lang waren läßt sich nicht mehr einwandfrei klären.