2006 – Silvretta/Verwall – 05 Mittwoch

 


Mittwoch 6.9.2006

Im Vergleich zu den voran gegangenen Tagen verlasse ich die „Heidelberger Hütte“ schon recht früh am Morgen um 7:40h, weil ich mit einer anstrengenden Tagesetappe zur „Friedrichshafener Hütte“ rechne. Der Weg hinauf zum „Ritzenjoch“ steigt moderat an – ideal zum Aufwärmen. Später nimmt die Steigung zu. Es wird aber niemals übermäßig steil.

Genau 1 Stunde später sind die gut 400 Höhenmeter geschafft und ich stehe auf dem „Ritzenjoch“. Eine kurze Trinkpause, dann geht es auf der anderen Seite wieder hinab.

Nach dem, trotz der frühen Stunde, heißen Aufstieg in der Morgensonne, genieße ich die Kühle auf der Westseite der Bergkette. Zunächst sanft abfallend durch eine Geröllwüste, nimmt das Gefälle später etwas zu, erreicht aber auch hier keine unangenehmen Werte. Mit der Zeit nimmt auch die Vegetation zu und die Landschaft wird wieder grüner. Auf einem Großteil des Wegs hat man einen wunderbaren Blick auf den, leider im Rücken liegenden, Larain Ferner.

Gegen 9:40h kommt die „Zollwachehütte“ in Sicht, die ich wenige Minuten später erreiche. Die Hütte ist nicht bewirtschaftet und demnach abgeschlossen. Da es aber ein schönes Plätzchen ist, genehmige ich mir eine weitere kurze Trinkpause. Kurz hinter der Hütte wird der Weg befahrbar, behält aber den Charakter eines Wanderweges und erinnert nur entfernt an einen Fahrweg.

Sanft abfallend zieht es sich ein wenig bis zur „Innere Larain Alm“, die ich um 10:50h erreiche. Nach einem Radler, einer Milch und einem Williams fühle ich mich wie neu geboren. Entgegen der ursprünglichen Planung, entscheide ich mich Richtung „Wildpark Mathon“, anstelle von „Tschafein“ zu laufen. Ein Freund des Almbauers gab mir diesen guten Tipp.

Um 12:00h erreiche ich ein Schild mit der Aufschrift „Abk. Mathon Ischgl“, dem ich nur zu gerne folge, um dem Forstweg (ab der Larain Alm) zu entkommen. Die Abkürzung ist steiler als die Forststraße, macht aber deutlich mehr Spaß. 20 Minuten später erreiche ich den Wildpark und gönne mir eine 10 Minuten Verschnaufpause und ein Eis am Stiel.

Direkt gegenüber dem Wildpark, auf der anderen Straßenseite, geht es hinauf zur „Friedrichshafener Hütte“. Der Weg fackelt nicht lange rum, sondern geht sofort steil bergan. In der Mittagssonne ist es in den Wiesen im unteren Teil des Wegs sehr heiß. An einem querenden Bach wässere ich mein Käppi und genieße die Kühle am Kopf. Leider soll es die einzige Abkühlung bis zur Hütte bleiben.

Gegen 14:00h und nur wenige Minuten vor der in Sichtweite liegenden Hütte, treffe ich auf Lutz und Andreas, die „faul“ in der Sonne sitzen. Nach einer wiederum nur kurzen Rast erreichen wir wenige Minuten später, gegen 14:15h die „Friedrichshafener Hütte“.