Pala – Freitag

 


Freitag, 8.9.2016

So teilt sich auch heute die Gruppe. Früh morgens, um 7:00h brechen Frank und ich auf. Frank ist so voller Adrenalin, dass er, kaum dass sich die Hüttentür geöffnet hat, auf einem beliebigen Weg „einrastet“ und lossprintet. Erst gut 5 Minuten später, in direkter Annäherung an die Bergstation der Seilbahn, merkt er, dass er den falschen Weg eingeschlagen hat. Wir korrigieren querfeldein die Richtung und folgen dem Weg 701 Richtung Mittelstation. Nach ziemlich genau 1 Std. haben wir den Einstieg erreicht. Der Klettersteig ist sehr schön und lässt sich mit etwas Klettergeschick komplett am Fels klettern. Im unteren Teil ist die Seilversicherung sehr gut und weist extrem kurze Hakenabstände auf. Das Seil ist straff gespannt. Immer wieder wechseln sich Seilpassagen mit Gehgelände ab.

Im oberen Teil hingegen ist das Seil eher lose „französisch“ gespannt und die Hakenab-stände sind deutlich länger. Gehgelände gibt es nicht mehr.

Den Ausstieg erreichen wir nach einer entspannten Klettertour um 11:45h. nach einer kurzen Pause steigen wir kurz auf zum Bivaco Fiamme Gialle und von dort wieder ab über den Weg 716. Der Abstieg startet mit einer kurzen, unkritischen Kletterpassage und geht weiter über Fels und Geröll. Stellenweise kann im Gröll „abgefahren“ werden. Ungefähr bei 2600m zweigt der Weg nach rechts zur Mittelstation ab, während der 716 sich links haltend weiter zum Rifugio Rosetta schlängelt. Ab diesem Abzweig wird der Weg deutlich anspruchsvoller, fast schon heikel. Gut, dass wir nur mit leichtem Tagesgepäck unterwegs sind. Wir sind ziemlich erleichtert, als wir bei ca. 2250m zurück auf dem Weg 701 zur Mittelstation sind.

Alle anderen wollen bei diesem herrlichen Wetter noch einmal die Ausblicke vom Gipfel-kreuz der Rosetta 2743m erleben. Auch sie gehen früh los und genießen die Ruhe und Aussicht bevor die Gondel die ersten Touristen ausspuckt.

Anschließend fahren Erik und Lutz mit der Gondel zur Mittelstation, Andreas, Heike und Joachim nehmen den 701 und treffen dort auf die beiden Anderen. Die Drei beschließen auch auf das 2. Stück Gondelfahrt zu verzichten und laufen, nun ganz ohne Rucksack, bis zur Talstation.

Dort machen sie es sich in der Ristorante Bar Da Meto gemütlich, bis Frank und ich dort um 14:15h eintreffen.

Das Eiskaffee auf dem Weg zu unserer Unterkunft lädt zu einer weiterer Unterbrechung ein und so erreichen wir schließlich gegen 16.00 Uhr unsere Unterkunft Lastei Residencehotel.

Das Hotel ist vom Preis-Leistungsverhältnis prima, leider ist an diesem Wochenende die „RALLY San Martino di Castrozza“ und an diesen Motorenkrach sind unsere Ohren nicht mehr gewöhnt.

Nach einer sehr leckeren Pizza in der Pizzeria La Vecchia Fornace fallen wir alle müde ins Bett.