Pala – Donnerstag

 


Donnerstag, 7.9.2016

Nach einem Gruppenfoto, endlich mal in ganzer Gruppenstärke, fährt Lutz aufgrund von Knieproblem mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach St. Martino di Castrozza. Alle Anderen nehmen den Weg Nummer 707, der uns in einem Bogen nach Norden zum Passo Canali führt.

Zuerst geht es über steiniges Blockwerk steil bergauf, danach begleiten uns im Wechsel grauer Fels und begrünte Flächen. In kurzen Pausen genießen wir die Aussicht. Am Passo Canali haben wir es schon mal bis auf 2467m geschafft und wir wechseln auf den Weg 708. Wir haben das Gefühl uns in einer Mondlandschaft zu befinden. Nichts erinnert mehr an irdische Panoramen. Wir wandern und staunen über die Landschaft, die ihr Gesicht immer wieder verändert. Man fühlt sich ganz klein und verlassen. Der Weg durch diese unwirkliche Gegend führt uns zumeist eben, aber auch immer wieder mit kurzen steilen Auf- und Abstiegen unserem Ziel entgegen. An der Forcella Alta Ghiacciaio erreichen wir mit 2727m den höchsten Punkt der Etappe.

Kurz vor dem Passo della Fradusta (2680m) kommen die Reste des Fradusta-Gletschers in Sicht. Leider sieht man nicht mehr viel von dem Gletscher, da er größtenteils mit Geröll bedeckt ist. Kurz danach erreichen wir den Passo Pradidali Basso (2658m). Auf dem Weg 709 geht es weiter zum nicht mehr weit entfernten Rifugio Rosetta und so beschließen wir, uns eine letzte Rast in diesem Kessel zu genehmigen und die herrliche, eigentümliche Landschaft zu genießen.

Leider geht auch diese Rast einmal zu Ende und wir erreichen, fast gleichzeitig mit Lutz, das Rifugi Rosetta. Einem gemeinsamen Abend steht nichts mehr im Wege.

Die Planung für den nächsten Tag muss noch einmal überarbeitet werden. Wir waren uns schon bei der Planung nicht ganz sicher, ob es sinnvoll ist, mit der ganzen Gruppe den Bolver-Lugli-Klettersteig zu gehen. Aufgrund der langen Gehzeit mit einer größeren Gruppe könnte es kritisch werden, die Bahn ab der Mittelstation rechtzeitig zu erreichen. Erik kennt den Klettersteig schon und rät uns dringend, nur mit Tagesgepäck zu gehen. Demzufolge ist auch der Gepäcktransport ungeklärt. Am Ende entscheiden wir, dass nur Frank und ich den Klettersteig gehen sollen. Alle Anderen hingegen steigen entweder ins Tal ab oder nehmen die Seilbahn ab dem Rifugio Rosetta. Dies ermöglicht es uns (Frank und mir), unser Gepäck auf alle anderen Gruppenmitglieder zu verteilen.

Also folgen wir Eriks Vorschlag, packen unsere Rucksäcke und verteilen den Rest auf die Anderen.