Überraschenderweise geht es dieses Jahr mit Horst nicht nach Arco, sondern nach Frankreich in die Provence auf einen kleinen Zeltplatz nach Eygalières. Eygalières ist ein kleines, verschlafenes und dennoch sehr liebevolles Örtchen, ca. 25 km Luftlinie südöstlich von Avignon gelegen. Bei unserer Ankunft überrascht uns die Abgeschiedenheit und das gänzliche Fehlen von Bergen. Wo soll man denn hier klettern können? Die Antwort auf diese Frage erhalten wir in den darauf folgenden Tagen.

Auf dem Campingplatz wohnen wir in dem kleinen aber feinen Chalet “Bruyere”. Anscheinend wurde es erst vor kurzer Zeit renoviert. Leider haben wir irgendwie vergessen ein Foto zu machen.

Der erste von 5 Tagen führt uns nach Cavaillon. Es ist wirklich nicht zu glauben aber dort kann man fast mitten in der Stadt, unmittelbar hinter einem Sportplatz, prima klettern. Aus irgendeinem Grund hat West-Deutschland, als die Erde abkühlte, bei der Verteilung der Klettergebiete nicht laut genug “hier” geschrieben.

“Le Miroir” (6a)

Am nächsten Tag geht es dann nach Orgon, einen schönen Klettergebiet mit einem etwas länglichen Zustieg. Aufgrund der Abgeschiedenheit des eigentlichen Parkplatzes empfiehlt es sich, im Ort zu parken.

Abends dann Enspannung auf der Slack-Line ...

... und am Grill.

Dann die Überraschung: Mouriès! Bereits bei der Anfahrt geht es an einem Golfplatz vorbei. Dann, beim Zustieg zum Klettergebiet, glaubt man seinen Augen nicht zu trauen. Unwillkürlich fühlt man sich in die Geschichte “Gullivers Reisen” versetzt. So klein und pittoresk, ja geradezu unwirklich, liegt der Golfplatz zu Füssen.

Auch zeigt sich mal wieder, wie viel Spaß Klettern machen kann.

Abends dann “Männergespräche” ...

... und eine Ansprache von Marc, dem wir wohl etwas zu laut waren.

Vorbei an einer Stierkampfarena wandern wir tags darauf zu unserem anvisierten Klettergebiet in Eyguières.

Am letzten Tag unserer Klettertour fahren wir noch einmal nach Mouriès. Unserer eigentliches Ziel, Aureille, ist leider schon von einer größeren Gruppe belegt.

Abschließend noch ein kurzer Blick ins “Base Camp” und auf die “Rennleitung”:

Die Provence mit ihren Kletterngebieten rund um Eygalières ist auf jeden Fall eine Reise Wert. Auch wenn es hierüber durchaus unterschiedliche Meinungen gibt, finde ich den Fels in der Provence deutlich weniger speckig, als in Arco. Etwas vermisst habe ich dieses Jahr allerdings die schönen Mehrseillängenrouten à la Sonnenplatten, sowie den Marktplatz und die Eis-Cafés in Arco. Dafür sind die Baguettes in Frankreich eindeutig besser.