2019 – Stubaier Höhenweg – 04 Dienstag


Dienstag, 3.9.2019

Der heutige Tag verspricht hervorragend zu werden. Damit hatte kaum jemand wirklich gerechnet. Um 8:30 Uhr sind wir startklar. Die Wetterapps versprechen sonniges Wetter für die nächsten 2 Tage und im Moment zieht nur noch der Nebel aus dem Tal nach oben.

Um von der Sulzenau Hütte zur Dresdner Hütte zu kommen gibt es zwei Alternativen. Der Normalweg führt am Grünausee vorbei über das Niederl, während die zweite Option über den Kleinen und Großen Trögler führt. Da im Internet der Trögler wörtlich zur „edelsten Aussichtsloge am Stubaier Hauptkamm“ gekürt wurde (Stubaier-Höhenweg, Etappe 4), ist die Entscheidung zweifelsfrei klar.

Aufgrund der Kürze der Etappe lassen wir uns Zeit und genießen sowohl das Wetter, als auch die Aussicht auf die Gletscher. Wechselnd steil geht es in Serpentinen hinauf. Zuerst über einen Wiesenhang, teils mit seilversichertem Blockwerk, und später auch über einen splittrigem, etwas unangenehmeren Pfad. Wunderbare Tautropfen säumen unseren Weg. Nach 2 Stunden ist ein erstes Plateau erreicht und nach einer weiteren 1/2 Stunde stehen wir auf dem Kleinen Trögler mit Blick auf die Dresdner Hütte und die Mittelstation der dortigen Gondel.

Zum Großen Trögler geht es ein kleines Stück bergab, dann kurz über einen Grad und schließlich unschwer wieder hinauf.

Gegen 12:00 Uhr ist das Gipfelkreuz des Großen Tröglers erreicht. Es folgt eine ausgiebige und genussvolle Rast bei fantastischer Aussicht.

Der Abstieg zur Dresdner Hütte ist im Gegensatz zum Aufstieg weniger erquicklich, welches zum Einen an der miserablen Aussicht auf das Skigebiet an der Dresdner Hütte, als auch an dem nicht enden wollenden, teils seilversicherten, Blockwerk liegt.

Doch nach 2,5 Stunden ist auch dieser Abstieg Geschichte und die Dresdner Hütte erreicht.

Nachdem die ersten Bedürfnisse mit Strudel und Hellem gestillt sind, laufen Heike, Andreas und ich ein Stück des Bachs entlang zu einem kleinen Wasserfall. Unterwegs treffen wir ein äußert schmusebedürftiges Schaf, welches sich kaum noch abschütteln und sich von Andreas und mir ausgiebig kraulen (= verwöhnen) lässt.

Die Dresdner Hütte ist recht groß und auf Selbstbedienung am Buffet ausgelegt.