2018 -Transalp Dolomiten – 04 Dienstag

 


Dienstag, 11.9.2018

Wir starten um 9:00 Uhr Richtung Bruneck. Wir sehen vom Radweg aus die Burg Ehrenburg. Ca. 5 km vor Bruneck werden wir von einer automatischen Zählanlage gezählt und gehen somit in die Statistik dieses Radwegs ein. Es geht weiter durch Bruneck, überwiegend am Fluss Rienz entlang. Der Weg ist meist gut befestigt aber es geht immer wieder steil bergauf und bergab. Ungefähr 6 km hinter dem Olanger Stausee kommt der Abzweig zum Pragser Wildsee. Nun müssen wir uns entscheiden, ob wir die zusätzlichen Kilometer und Höhenmeter wirklich fahren wollen. Andreas, Heike und ich entscheiden uns dafür, Susi, Lutz und Joachim dagegen. Doch zunächst wollen wir noch eine gemeinsame Pause miteinander verbringen.

Google findet in Niederdorf (Villabassa) das ‚Gartencafe‘ und somit fahren wir zunächst gemeinsam dorthin. Wie sich später herausstellt eine gut Idee, denn wir dürfen unsere Radtaschen dort liegen lassen und so ohne Gepäck den Ausflug zum Pragser Wildsee fahren.

Kurz vor Niederdorf hatten wir im Anflug auf das ‚Gartencafe‘ einen Abzweig zum Pragser Wildsee gesehen, den wir dann auch nehmen. Leider war dies nun eher eine schlechte Idee, denn zuerst geht es auf schottrigem Waldweg steil hinauf, um unmittelbar danach die gewonnenen Höhenmeter wieder ins Tal zu werfen. Anschließend fahren wir über die Landstraße hinauf zum See. Der Abzweig hat uns nur ein kleines Stück Weg gespart und dafür einige zusätzliche Höhenmeter gekostet.

Nach weiteren 2 km auf der Straße nehmen wir für ca. 2 km einen Weg durch den Wald, der sich trotz der Steigung relativ gut und ohne Verkehr fahren lässt. Danach aber stellt sich der Weg steil auf. Keine Chance für unsere Treckingräder und so entscheiden wir uns wieder für die Straße.

Die Mühen haben sich gelohnt. Der grün schillernde See liegt mitten in den Bergen und bietet ein wirklich sehenswertes Panorama. Natürlich sind wir nicht alleine. Wenn man aber ein paar Minuten um den See läuft, wird es ruhiger und die Welt sieht schon wieder ganz anders aus. Andreas ist mutig und testet die Wassertemperatur, während Heike sich ein wenig ziert. Dennoch schafft sie es für ein paar Minuten in den See zu waten.

Zurück zu unseren Räder nehmen wir jetzt die Straße für die Talfahrt. Der schlechte Zustand, gerade im Randbereich, ist auf der Bergfahrt gar nicht aufgefallen. Dafür heißt es jetzt Augen auf und konzentrieren. Nach knapp 30 Minuten treffen wieder auf den Radweg der uns zu unseren Packtaschen bringt.

Nach einer kleinen Radlerpause und einer vollen Trinkflasche geht es auf dem Radweg in bekanntem Auf und Ab Richtung Toblach. Ab Toblach geht es auf die alte Trasse der Dolomitenbahn, teilweise auf Asphalt und teilweise auf gutem Schotter. Einzigartig sind die Ausblicke auf der ca der 17 km langen Panoramastrecke. Der Weg führt durch den Wald zum schön gelegenen Toblacher See. Bald danach haben wir den 3-Zinnen-Blick Aussichtspunkt erreicht und wenig später den Dürersee und den Monte Christallo. Ab hier schlängelt sich die alte Bahnlinie in einer tollen Toutenführung zum Pass Cimabanche auf 1530 m.

Auf den letzten 13 km geht es in engen Kurven durch Tunnel und Brücken (Rio Felizon) hinunter zum Boitefluss nach Cortina d’Ampezzo. Am Hotel Meuble Oasi, warten Susi, Lutz und Joachim bereits auf uns. Es ist 18:15 Uhr und daher heißt es schnell duschen und dann ab zum Essen.

Das Essen in der Pizzaria war nicht schlecht aber teuer. Die anschießend entdeckte Bar mit selbstgemachten Schnäpsen dafür umso besser.

Der Abstecher zum Pragser Wildsee kostete übrigens rund 16 km (ohne den Umweg über das Gartencafe) und circa 350 Höhenmeter. Für den Aufstieg benötigten wir 1 Stunde und für die Abfahrt 30 Minuten.